Manche haben es letztes Jahr auf Social Media mitbekommen: Ich hatte im September 2024 das Machwerk „Indian Gods“ von „Lux Karika“ gelesen, kommentiert und am Ende auch verdient bewertet.
Es lag in der Natur der Sache, dass ich vor meiner Kritik selbst einige Dinge recherchieren musste und habe deshalb in der guten Woche viel über Indien, die britische Armee und den Sepoy-Aufstand in 1857 gelernt. Übrigens finde ich Indien als Land ziemlich uninteressant und die indischen Sprachen und Kulturen haben mich nie wirklich abgeholt. Die britische Armee gehört auch nicht zu den Dingen, die mich wirklich interessieren.
Na ja. Jetzt weiß ich genug darüber, um Ideen für Figuren, Handlungen und Settings zu haben. Daraus entstand ein Triumvirat aus einem Captain, einem Lieutenant und einem Chaplain, die ich eher als Unterhaltung gesehen habe. Mittlerweile ist es etwas ernsthafter geworden. Vielleicht schreibe ich einen ernsthaften Historienroman, vielleicht auch nicht.
Trotzdem möchte ich gerne schon einmal die eine oder andere lose Idee teilen. Wichtig ist hier vorweg, dass ich nur sehr oberflächliches Wissen über die Thematiken habe und nach und nach, sollte ich es ernsthaft publizieren wollen, dies entsprechend recherchieren oder anpassen werde.
Ich würde mich freuen, wenn historische oder sprachliche Fehler angemerkt werden, aber die Kritik nicht zu stark in die Länge geht.
Darum wird es ganz grob gehen:
Captain Pempleton, ein verarmter Adliger (also so arm, wie man als Captain eben werden kann), wird 1856 mit seiner Einheit der britischen Armee nach Indien versetzt, um dort sehr wichtig nichts zu tun. (1856 war es nämlich tatsächlich sehr ruhig, in erster Linie kümmerte sich die East India Company um alles, denn denen gehörte das Land. Es waren wohl ein paar wenige Einheiten der Armee dort stationiert, um wichtig auszusehen)
Das geht auch ganz gut, bis auf etwas Gezanke mit Einheimischen abgesehen, bis dann 1857 kommt und Brite in Indien zu sein dem Todesurteil gleich kommt. Die Einheit wird also zwangsweise kämpfen, kriegt ordentlich auf den Deckel und Pempleton wird mit einigen Soldaten und Zivilisten eine kleine Reise unternehmen.
Damit Pempleton nicht so alleine ist, bekommt er zwei gute Freunde an seine Seite, mit denen er schon einige Jahre in dieser Einheit dient. Das ist einmal Lieutenant Sean Doyle, ein Ire, der dank einer Feldbeförderung nun Offizier ist und manchmal aus dieser Rolle fällt. Außerdem haben wir Chaplain John Graham, einen Geistlichen aus Kanada, der Doyle das Lesen beibringt. Er ist selbst ebenfalls eher ein rauer Haudegen als ein heiliger Priester.
Geplant sind eine wilde Mischung aus Sarkasmus, Entbehrung, albernen Situationen und vermutlich auch etwas Liebe (immer wollen alle etwas shippen)
Stichwort Albernheiten, derzeit ist als voller Name des Captains dieser geplant:
Percival Edmund Fitzgerald Pempleton, 3. Count von Pempleton
(Ich finde den sehr lustig)
Eine große Herausforderung wird es sein, auf der einen Seite glaubhafte Besatzer darzustellen, aber auf der anderen Seite nicht in ein Rassismus-Fest zu verfallen. Mal schauen, ob das klappt.